Kriegstagebuch: Heidelberg

Unbenassssssssssssnnt-1 Kopsie

Im Krieg ist die Wahrheit das erste Opfer

- Aischylos (525-456), griech. Dichter

Der lange Marsch: Protagonist A: Florenz

Es war ein mittelwarmer Augusttag, als ich meine Reise nach Heidelberg antrat. Und das gleich mit der ersten Hürde. Im Zug Hannover-Osnabrück wurde ich gleich von dem Schaffner darauf hingewiesen, dass mein Semesterticket auf dieser Strecke nicht die gebührende Anerkennung finden wird und ich wohl einen gewissen Betrag nachzahlen könnte. 17 Euro. Damit könnte ich, um Boris zu zitieren, ein paar Sitzbänke im Zug rausreissen, denn mit diesen Betrag könnte ich Aktionär bei der Deutschen Bahn sein.

Nächste Ernüchterung, Zugverspätung in Hannover. Bombenalarm. Jihad-Nachahmer? Vielleicht. 4 Stunden später endlich die Ankunft.

Protagonist A: Boris

Heidelberger Sitten:

Ich steige aus dem Zug, es knallt. Noch ein Jihad? Anschlag? Heidelberger sind es anscheinend gewöhnt, keine Panik, nichts. Ein Reifen eines Kinderwagens ist geplatzt. Schnell vergessen, denn da war er schon, der Boris, vielen bekannt als “DER HESSE”. Begrüssung mit einer Dosen feinsten Beck’s, eine Träne kullerte aus meinen Augen angesichts dieses Stückes grüner Heimat in meinen Händen.

R0011993Angekommen in der neuen WG, stellten sich zuerst die Frage der Bierversorgung. Die Anforderungen waren hoch:

1. Grüne Flasche

2. Total abgefahrene Flasche

Die Lösung: Welde No.1 - Das Pils was irgendwie sogar warm schmeckt.

Und wenn man davon fast eine Kiste getrunken und noch eine halbe Flasche Wodka konsumiert hat, sollte man auch bereit sein für die Heidelberger Innenstadt. Und wie wir bereit waren. Mehr als bereit. Selbst Chuck Norris wäre nicht breiter bereiter gewesen als wir. Es gibt sogar ein Beweisfoto, was zeigt WIE b e reit wir waren:

Bereit?

Also nach einem kurzen Abstecher ins “Betreute Trinken”, R0012112wo man auf Karo plus Anhang gestoßen ist, fanden wir uns merkwürdiger Weise schon wieder auf dem Rückweg zum Bus (Helmi getroffen?). Noch merkwürdiger war, dass sich plötzlich eine Handvoll Hähnchen in meiner Hand befand, was Boris irgendwo aufgetrieben hatte. (Wäre doch ein interessanter Filmtitel: “Für eine Handvoll Hähnchen” oder so). Ab hier verblassen die Erinnerungen, und ich weiss nur noch dass ich am nächsten Morgen mit einer Tasse Kaffee in der Hand aufgewacht bin.

Klischeetouristen:

Vollgepumpt mit Kaffee, Bewaffnet mit einer Videokamera, Sehnsucht nach Zigaretten und ausgestattet mit zwei übriggebliebenden Welde Pils, diese Zeichen deuteten nur auf eines hin. Ab in die Stadt. An der Haltestelle schon der erste Lichtblick: Solwei, Boris hat die Theorie aufgestellt, dass diese Frau hot wäre. Ich konnte nur zustimmen

Erste Station: Hogwarts, vielen Laien sicherlich auch bekannt als die Heidelberger Uni. Imposante Gebäude, dekadente Mensen (man beachte das Plural), nur das Quidditch Spielfeld habe ich nicht gefunden.

Zweite Station: Heidelberger Schloss. Nur 360 Treppenstufen trennten uns und dieses Bauwerk. Ich fühlte mich wie Reinhold Messner, ohne Sauerstoffgerät auf dem Mount Everest, allerdings habe ich keinen Yeti gesehen. Im Schloss gab es hauptsächlich asiatische Touristen mit diiiicken Kameras, riiiiiieeeesigen Objektiven und heissen Strumpfhosen… ausserdem noch ein großes Fass und einen Ausblick,… naja, man hat viel gesehen.

(Mir fehlt jetzt gerade die Motivation)

Anschließend gabs noch Alster trinken, Leute begaffen, Karo treffen, Whisky kaufen, zu Schoki-Lena fahren, Von Ihr göttliche Spaghetti kochen lassen, Al Dente Test an Küchenwand gemacht, Whisky trinken, Kneipe Storchennest, Busheimfahrt, Wodka mit Vitalapfelzeugs mischen, Schlafenden Hessen bemalen.

Einige Impressionen:

Digge HessenBremerhavener an Heidelberger WändenMein Schlafgemach

:

Seine Wand

Ende 1. Teil. Weiter gehts mit Wiesbaden und Limburg

This entry was posted on Dienstag, September 5th, 2006 at 18:24 and is filed under Kriegstagebuch. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

15 Responses to “Kriegstagebuch: Heidelberg”

  1. Boris said:

    WELTKLASSE! Kommt nach Heidelberg. Wodk, cooles Bier, und Hähnchen (Um 2:00 nachts!) für alle!

  2. babylon fire said:

    wodkale, bierle und broiler? Ich komme “irgendwann” Sack…

  3. Friese said:

    Da fehlen noch Blackjack und Nutten.

    Und sowas nett sich Gastfreundschaft ? Pah. Dilletant. :D

  4. Florenz said:

    Die kommen im nächsten Teil… vielleicht ;-)

  5. Lena said:

    Floooorenz :-) na da bin ich ja mal gespannt auf den weiteren Teil, ob dir als Nordisch-Mann unsere Partyreise genau so gut gefallen hat wie mir Südisch-Frau *hihi
    Übrigens saucooller Mp3-Mix, vielen Dank!!!
    Hast unsere Cd gefunden? Rockst sie auch brav!?

  6. Florenz said:

    Servus Lena,
    hat dir gefallen? Dann schick mir mal bei Gelegenheit, das was dir gefallen hat, interessiert mich ;-)

    Jab, hab die CD gefunden, lag doch tatsächlich im CD Fach, aber hab noch nicht reingehört, habe Angst dass mir so’n Countrysong um die Ohren fliegt.

  7. Lena said:

    Hey Florenzius jetzt pass mal auf:
    “Ich hätte schon wieder gute Lust dazu die ganze Sache abzubrechen…”
    Du hast gefälligst traurig zu sein nachdem wir beiden Schokis bzw. Vanillis nicht mehr am Start sind, ist das klar!? ;-) Und du brauchst gute Laune-Mucke am Start *grins

  8. Florenz said:

    Gott, ich bin traurig. Kann mich garnicht mehr konzentrieren. Weine ununterbrochen, schlafe nicht mehr, rede nur noch kauderwelsch (=Schwäbisch) und mache sogar Sachen für die Hochschule, aus lauter Traurigkeit. ICH BIN EIN WRACK, HÖRST DU????? EIN WRACK!!

    Wieso Vanillis? Hab ich irgendwelche Entwicklungen verpasst?

  9. Lena said:

    Das wollte ich hören *grins, grins*
    Ja, Lena 2 wurde auf der Rückfahrt auf Vanilli getauft :-)

  10. Lena said:

    Ach, und übrigens Florenzius, wieso erwähnst du nur das gammlige Huhn das dir der Hesse besorgt hat und nicht die selbstgemachten Spaghetti der Schwabin, dann wird uns wieder nachgesagt das wir geizig sind…
    So, so das merke ich mir, das nächste Mal bleibt die Küche kalt ;-)

  11. Florenz said:

    Titel: “Kriegstagebuch: Heidelberg”
    und …. “Ende 1. Teil.”

    Nicht so ungeduldig sein, junge Schoki.
    Freu mich doch schon auf die nächsten Spätzle :-)

  12. Boris said:

    Hessische Hähnchen sind Weltspitze! Spammer!

  13. Lena said:

    Ich habe dir auch Spaghetti in Heidelberg gekocht oder weißt du das nicht mehr, könnte am vielen Whiskey liegen *frech grins
    So, muss jetzt mal wieder packen, Morgen geht`s in die “Lochmühle”…

  14. Boris said:

    Schaltet doch bitte mal jemand den Schwabenspam ab.

  15. Florenz said:

    Verdammter Whisky, die Spaghettigeschichte wird sofort mit eingefügt!
    *frecher grins

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