Muss Elektra eigentlich irgendwann auch mal schlafen? Nein – das habe ich mir seit Donnerstag konsequent abgewöhnt. Angefangen beim Studentenclub, über hilflose Seelen am Bremer Bahnhof bis hin zur Club-P Party heute Nacht. Moment: Hilflose Seelen am Bremer Bahnhof???
Hatte Elektra um 2 Uhr nachts doch tatsächlich den Entschluss gefasst, sich ins neue, mollige Bett zu begeben – klingelt just in diesem Augenblick das Telefon und schon an der Art des Klingelns meinte man einen Hilferuf erkennen zu können. Exakt das war es dann auch: Die lieben Nachbarn vom Fuxxxbau hatten eigentlich einen gemütlichen Kinoabend in Bremen angedacht, schafften es dann aber – und das kriegen auch wirklich nur Nathi und Kai so gut gebacken – den letzten Zug in Richtung Metropole Bremerhaven zu verpassen und erlebten Obdachlosen Actions am laufenden Band, gepaart mit „Ich bring´ dich um!“ – Einwürfen von Frau Chaplot, die schon im Cinemaxx einen solch sensationellen Wutausbruch erlitt, dass alle Zuschauer dachten, dies würde zum Film gehören. Verzweifelt, müde und total erschöpft versuchten die Beiden dann aber doch gemeinsam eine Lösung zu finden – ganz nach dem Motto: Miteinander und nicht gegeneinander. Da sich aber gleichaltrige Bekannte zum gleichen Zeitpunkt alkoholischen Exzessen im „de Fiets“ hingaben, fingen die verlorenen Nachbarskinder schon einmal an, das nötige „Kleingeld“ fürs Taxi zusammenzukratzen. Aber hey: Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her! Und das Licht kam dann schließlich so gegen 2.45 Uhr in Form von - Zitat Nathalie: „einem blonden Engel namens Elektra im tiefergelegten Golf“ (von Elektra auch liebevoll „Perle“ genannt). Dankbar und wie von einer einsamen Insel errettet, zerrte mich ein hoch aufgelöster Kai aus dem warmen Auto und fiel mir überglücklich in die Arme, gefolgt von einer ebenso glücklichen Nathalie. Erstaunt darüber, dass sich die Beiden bis dato noch nicht an die Gugel gesprungen waren (kurz davor zählt ja nicht!), brachte ich sie dann wohlbehalten wieder nach Hause und um das Ganze auf den Punkt zu bringen, beschließe ich diesen Text mal mit einem Seufzer von Kai: „Ich liebe Bremerhaven.“ (diesen Satz können wir ausnahmsweise entschuldigen, da sich der Betroffene zu gegebenem Zeitpunkt - genauer gesagt um 3.34 Uhr morgens - in einem Delirium von Verzweiflung, Übermüdung und Glückseligkeit befand!)
Tags: Alte Bürger

November 19th, 2006 at 13:47
hehe, coole sache. gut zu wissen wen man anrufen kann, wenn man mal den zug verpasst ;-)
November 19th, 2006 at 14:33
Suuuuuuper.
Wie war noch mal ihre Handynummer ? ;)
November 19th, 2006 at 17:03
[…] Ja, genau das!!! […]