Kriegstagebuch: Berlin

Bully Herbig vor dem Berliner Tor



Ich versuche nun meine Erinnerungen an den Berlintrip niederzuschreiben. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und können sogar vom Originalgeschehen abweichen, mitunter sogar komplett erlogen sein.

Donnerstag
Fahrt ins Ungewisse

Step1: BremerhavenBUS
Step2: Deutsche Bahn
Step3: MartinDeluxe

In Berlin treffen wollten wir uns - Ein paar Tage Urlaub vom Stress Bremerhavens.
Nach einer recht unspektakulären Busfahrt zum Hbf BHV und einer Zugfahrt nach Hamburg (inklusiver halbstündiger Zugverspätung) sollte ich dort auf Antje treffen - am Haupteingang. (Während der Wartezeit an dieser Stelle habe ich übrigens 40 Cent verloren - der erste wollte 30 Cent für einen Döner, der zweite 10 Cent für n Schnaps - beides elementare Gründe jemanden mit Kleingeld auszuhelfen.) Antje (Studentin in HD - Wahlhamburgerin - angebliche Dosenkönigin) hat mich dann auch irgendwie erkannt und dann waren wir schon Zwei
Auf gings also auf die Suche nach MartinDeluxe - unsere professionelle Mitfahrgelegenheit nach Berlin, welcher auch schnell gefunden wurde, allerdings - “Der Martin ist krank, icke bin der Maik. Steigt ma ein - wir düsen gleich ab, wa?”. Kleiner symphatischer, gepiercter,tätowierter, glatzköpfiger Mann der Maik.
Gegen 17 Uhr, nachdem Dosenantje und ich uns gegenseitig unser halbes Leben erzählt haben, sind wir dann in Berlin - Prenzlberg angekommen - ohne zu wissen, dass dieser Ort uns noch öfter begegnen sollte…

Warten auf GorBoris

Angekommen in Berlin - Handygeklingel - Boris - “Hoi, wir sind immer noch in Jena, Sind wohl so in 3 Stunden da - ihr könnt euch ja noch ein bisschen beschäftigen, oder?”

Fosters - Original Berliner Beer
White Russian - Original Australian Cocktail



Jab, das konnten wir - und haben uns schon königlich einen angesoffen. Dazu braucht man nur n Sixpack Foster’s aus dem Karstadt - eine Bank vor einem Nordseerestaurant und den Willen danach in einem Bar-Café namens “au Lait” sich mit Cocktails zu betrinken (übrigens: auch wenn “original Lebowski White Russian” draufsteht, heisst das noch lange nicht, dass er einem Lebowski auch würdig ist).
Nach gefühlten 2 Stunden kamen dann auch die verschollenen Mitreisenden an: Boris, Karo, Moritz(2). Boris und ich haben auch sogleich eine Erkundungsmission gestartet - Ziel: Döner&Bier.

Die Unterkunft
Unsere Zufluchtsstätte lag in einer gemütlichen 2-Zimmer-Wohnung in Berlin Charlottenburg. Einziges Manko: Sobald das Fenster auf war und man sich unterhalten hat, brauchte man nur 2 Minuten zu warten bis es an der Tür klingelt. “Können sie das Fenster zumachen? Der Herr S. wollte schon lange Teppichboden verlegen - ich muss schlafen - machen sie das Fenster zu- Der Herr S. wollte doch schon lange Teppichboden verlegen” etc…

Freitag

Next Generation Frühstück

Shoppen (in Stichworten)
Nach kurzem Frühstück (Kaffee, Zigaretten, Brötchen) - auf zum Ku’damm - Boris braucht Boxershorts - Gefunden - Gekauft - Hoch lebe Strauss - Mittagspause in einer Currywurst Kunsthalle - Skater-Breakdance-Capoeira-Action vor der Gedächniskirche - im KaDeWe riesige Lindthasen, Knutplüschtiere und Newcastle Brown Ale entdeckt -

Essen auf Rädern wird immer Splittiger

Bahnhof Zoo: Studenten-Club-Jan und “Verliebt in Berlin” Sekretärin (”die böse aus der ersten Staffel”) gesehen - Idee nach Prenzlberg zu fahren - Luftschnuppern am neuen Hauptbahnhof - Per Telefon erfahren dass TOEFL Test anscheinend gut ausgegangen …


Prenzl’berg
Wegbeschreibungen gibt es heutzutage nur noch per mitgeschnittene Handygespräche- so sind wir gleich zur Schönhausener Allee gelangt. Viele kleine 10qm Geschäfte u.a. ein von betrunkenen Punks geführter Getränkeladen mit Rothausbier. Ab jetzt gab es nur noch Handbier. Buttons an jeder Ecke (Jaaa, ich trage jetzt einen WIZO Button) - Sessel vor jedem Laden und irgendwann musste man halt wieder zurück.

Naivität
Es ist übrigens ziemlich naiv zu glauben dass man in Charlottenburg nach 8 einen offenen Supermarkt findet. Es ist auch ziemlich naiv zu glauben dass man Leute mit Kampfhund (3 Meter Kalb inkl. Hannibal Lector Maulkorb) einfach so nach den Weg zu fragen ohne von selbigen Kalb angefallen zu werden. Somit zurück zu Plan B: Döner&Bier.

Die Clüverisierung beginnt
Gegen halb 12 Abends, nach viel Döner und viel Bier wurde unsere Reisegruppe vergrössert: Hermann. (inkl. Chauffeur Basti). Zu Dritt ging es dann in die Stadt und haben nette Damen mit Wespentailien und Hüfttaschen getroffen welche sehr freundlich auf uns zu gegangen sind. Wollten bloss irgendwie Geld von uns haben, das fanden wir dann doch nicht gut ;)
Nachdem wir uns dann in einem U-Bahnlabyrinth (Alexanderplatz) verlaufen haben gings zurück nach Prenzlberg. Dort gab es: Im Sozialistischen Kollektiv geführte Kneipe Marke: “Jeder ist mal Chef”. Einen Fotofix Automaten. Köstrizer. Sternburgbier. TV Teams die Flaschensammelnde Frauen mit Toupet filmen. Und bestimmt noch mehr.

Urban Clüver




Fortsetzung folgt.
(Hab jetzt keinen Bock mehr)

This entry was posted on Dienstag, April 3rd, 2007 at 14:31 and is filed under Kriegstagebuch. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

3 Responses to “Kriegstagebuch: Berlin”

  1. Elektra said:

    Hm, ich vermisse Alibaba! … You know? Döner, Bier und Zigaretten!

  2. Friese said:

    Kann man den Urban Clüver mieten ?

  3. Boris said:

    Moin! Der Rest ist mittlerweile halbwegs lebend wieder in der jeweiligen Heimat angekommen- (Fortsetzung folgt dann von mir…von Kollegin Elektra und Urban Clüver (So weit ich weiß mietbar) sicherlich auch…denke ich…Klasse Photos..und Promis Promis
    Promis.. die mit mir Eis essen wollen! :-)

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